LECTURES 4 FUTURE

Die LV “Lectures for Future“ ist eine bunt gemischte Vorlesungsreihe, die sich mit den ökologischen und gesellschaftlichen Herausforderungen unserer Welt und deren möglichen Lösungsansätzen beschäftigt. Es sollen Einblicke und Zusammenhänge aus vielen wissenschaftlichen Disziplinen vermittelt werden. Getragen wird die LV von den UnterstützerInnen der Scientists4Future (https://scientists4future.at/lectures/).


Vetmeduni Vienna summer term 2021. LV-Nummer 971821. SE. 1 SWS – LV-Leiter: A.Univ.-Prof. Dr. Günther Schauberger (Anmeldung für Externe über caroline.nake@vetmeduni.ac.at)

Landwirtschaftliche Tierhaltung im Kontext der nachhaltigen Entwicklung

Mikroorganismen, darunter Bakterien und Pilze, sind unabdingbar für die natürlichen Stoffkreisläufe und verantwortlich für Freisetzung und Bindung von Treibhausgasen, in einem Ausmaß, das alle anderen Prozesse als unwesentlich erschienen lässt.

Prozesse der Verleugnung - Warum reife Männer auf Greta wütend sind und wie man sie wieder runterbringt

Wut ist oft Ergebnis unterdrückter Gefühle. Welche Gefühle verleugnen Menschen, die ihre unbändige Wut gegen eine Jugendliche richten, die nur wissenschaftliche Forschung zitiert und sich um ihre Zukunft sorgt? In diesem Vortrag nehme ich die Wut-Welle gegen Greta Thunberg als Beispiel heran, um allgemeine gesellschaftliche Prozesse der Verleugnung zu thematisieren. Weitere Beispiele sind die Stigmatisierung von Veganer/innen oder die Reaktion auf die wirtschaftlichen Folgen der Covid-10 Krise. Unterschiedliche Formen der Verleugnung zu verstehen, die krasseren sowie die subtileren, ist essentiell, um mögliche Auswege aus der Klimakrise zu finden. Meine These ist, dass die meisten von uns mehr oder weniger in Verleugnung leben. Einsichten des Change-Managements runden den Vortrag ab.

Die Klimakrise als soziale Herausforderung des 21. Jahrhunderts

Die Klimakrise stellt uns als Gesellschaft vor große Herausforderungen, denn es geht um nichts Geringeres als den Umbau der fossilen energetischen Basis wie wir Leben, Arbeiten, Produzieren und Konsumieren. Sie stellt aus diesem Grund nicht eine rein ökologische, technische oder gar ökonomische Frage dar. Im Gegenteil muss sie als die soziale Herausforderung des 21. Jahrhunderts begriffen werden. Eine Antwort auf die Klimakrise verlangt nicht weniger als das fast jede Alltagsroutine als klimarelevant anzusehen ist und in Richtung CO2-Neutralität und Nachhaltigkeit weiterentwickelt werden muss. Ohne die Berücksichtigung sozioökonomischer Aspekte, wie zum Beispiel Einkommen, Alter, Gesundheitszustand, Geschlechterrollen und Bildungsgrad, droht klima- und energiepolitische Maßnahmen zu scheitern. In der Umsetzung klimapolitischer Maßnahmen müssen deshalb ökologische, soziale und verteilungspolitische Aspekte der notwendigen großen Transformation berücksichtigt werden. Der Vortrag beleuchtet in diesem Zusammenhang die soziale und verteilungspolitische Dimension und diskutiert die Rolle der Wirtschaftspolitik in der Ausgestaltung eines sozial verträglichen Wandels zu einer Co2-neutralen Wirtschaft.

Klimaneutralität in der Wirtschaft - Was bedeutet das? Wie lässt sich das umsetzen?

Klimaneutralität ist als Begriff in aller Munde; sowohl auf staatlicher wie auch auf betriebswirtschaftlicher Ebene. In diesem Vortrag werden die wichtigsten Definitionen und Rahmenbedingungen für klimaneutrales Wirtschaften angesprochen und aktuelle Beispiele präsentiert, wie Unternehmen dies in Klimastrategien umsetzen.

Artificial Photosynthesis - What can we learn from nature to help nature?

The talk will start with a short introduction to properties of carbon dioxide (CO2) and its effect on the climate. Afterwards, I will try to give an overview on how the plants and microorganisms handle carbon dioxide in their system and what we can learn from them. How can we mimic these systems to reduce the effects of CO2 on our climate?

Wie funktionieren eigentlich Klimamodelle und können wir uns auf sie verlassen?

Zahlen und Fakten zum Klimawandel werden heutzutage überall verwendet.
Aber wie verlässlich sind die Modelle, die dahinterstehen? Der Vortrag beschäftigt sich mit ihren Einsatzgebieten und Limitierungen, insbesondere in Österreich.

Gesundheit beginnt im Boden und beeinflusst sämtliche Folgekosten

"Gesundheit beginnt im Boden", so lautet das Motto von OSENUM! Wir betreiben seit 1965 Grundlagenforschung und ermitteln die Ursachen für Probleme. Anschließend finden wir den Weg zur Lösung auf naturnahe Art und Weise. Agrarchemie kommt sehr reduziert oder gar nicht zur Anwendung!
Es ist wichtig zu verstehen, welche Abläufe - vom Boden ausgehend, bis zum servierfertigen Lebensmittel - ein Optimum an Produktqualität bieten, ohne der Natur dabei zu schaden.
Wir haben diese Abläufe eruiert und gleichen ein Ungleichgewicht in den Ablaufketten aus.
Bevor wir agieren, analysieren wir den Ist-Zustand, um exakt in Erfahrung zu bringen, welcher Weg eingeschlagen werden muss. OSENUM bietet hierfür einzigartige Analysemethoden an, um Schaderreger ermitteln zu können.

Klimaleugnung. Analyse und Implikationen

Die „Leugnung“ ist eine spezifische Form des Denkens und Urteilens, die sich, auch wenn sie in einem Kollektiv Verbreitung findet, auf affektiv stark besetzte Gegenstände abzielt. Die „Klimakrise“ ist ein solcher Gegenstand kollektiver Wahrnehmung. In einem ersten Schritt werde ich aufzeigen, was er psychisch auszulösen vermag, um den – wie Freud es nennt – psychischen Abwehrmechanismus der Leugnung in Gang zu setzen. In einem zweiten Schritt wird es darum gehen, die kollektive und politische Dimension mit der philosophischen Frage nach der Wahrheit bzw. dem Nicht-Wahrhaben-Wollen Angst-besetzter Inhalte zu verknüpfen. Schließlich werde ich Wege skizzieren, wie wir darüber im Gespräch bleiben können, obwohl wir oftmals mit Unverständnis und Ärger auf die Leugnung reagieren.

Visionen der Jungen Wasserwirtschaft im ÖWAV - Wie kommen wir zu einer nachhaltigen, effizienten und resilienten Wasserwirtschaft

Wir sind junge Fachkräfte aus dem österreichischen Wassersektor und haben Ideen für die Zukunft der Wasserwirtschaft in Österreich. Diese Ideen und Vorstellungen entspringen unserer persönlichen und beruflichen Erfahrung. Da wir im Alltag oft nicht die Gelegenheit haben, uns zu den großen und übergreifenden Themen Gedanken zu machen, haben wir uns nun gemeinsam Zeit dafür genommen, um Visionen und Ideen für die Zukunft zu sammeln. Diese Ideen möchten wir an die Öffentlichkeit weitergeben. Wir sind davon überzeugt, dass sich der Wassersektor in Österreich gezielt weiterentwickeln muss, um fit für die Herausforderungen der Zukunft zu sein. In unserem Arbeitsalltag erleben wir hautnah, welche Lösungen und Strategien gut funktionieren und welche weniger zielführend sind.
In diesem Vortrag beschreiben wir unsere Vision zur Zukunft der Wasserwirtschaft in Österreich und definieren erste Lösungsansätze und Schritte zur Umsetzung. So können wir uns vom Boden der Realität in Richtung Zukunft bewegen.

Climate Change Impacts on Natural Catastrophes

It appears that hurricanes are becoming more devastating, floods are becoming more frequent, and wildfires are getting larger and more severe every year. Generally, following the news gives the impression that natural catastrophes and their consequences have increased a lot. However, how much of the increasing damage from natural disasters can be explained by climate change? In this lecture I will present the latest findings in the field of climate change impacts on natural catastrophes.

Climate Change in theory and practice

Climate change is the central challenge of humanity in the 21st century. Starting with key facts about climate change, this session embarks on a journey to provide an overview over the consequences and impacts on practitioners around the world. Who are the main global and regional actors, how does public climate policy inspire private action and vice versa, and what toolkit is needed to successfully contribute to fighting climate change? This session aims at providing an informed view on how climate change theory and practice come together and what type of public and private action can be expected in the next decade

Museumsdepots auf dem Prüfstand - Wie nachhaltig sind sie wirklich?

Knapper werdende Budgets und Ressourcen verlangen nach neuen, zukunftsweisenden Strategien in der Sammlungspflege und -aufbewahrung. In Zeiten des Wandels ist Nachhaltigkeit die oberste Prämisse für Museumsdepots. Schließlich lagern bis zu 90 Prozent der Museumsbestände dort. Der Beitrag geht den Fragen nach, was Nachhaltigkeit im Kontext der Präventiven Konservierung für Museumsdepots bedeutet, welche Mess- bzw. Bewertungskriterien es in der Praxis gibt und was die ausschlaggebenden Indikatoren sind.

Rechenschaftspflichten in puncto Nachhaltigkeit für österreichische Unternehmen und Konzerne

Die Verantwortung von Unternehmen für die Folgen ihres Tuns umfasst zunehmend auch ökologische und soziale Aspekte; die nichtfinanzielle Berichterstattung ist ein Instrument, sie hierfür zur Rechenschaft zu ziehen – das noch dazu fast jedem und jeder Anleger(in) am Kapitalmarkt offen steht. Ausführlicher: Mit dem Nachhaltigkeits- und Diversitätsverbesserungsgesetz (NaDiVeG) wurde im Dezember 2016 die EU-Richtlinie zur nichtfinanziellen Berichterstattung in Österreich umgesetzt. Betroffen sind in erster Linie Unternehmen von öffentlichem Interesse, die zugleich große Kapitalgesellschaften i.S.d. UGB sind und darüber hinaus mehr als 500 MitarbeiterInnen beschäftigen. Inzwischen hat das Gesetz auch für eine Vielzahl an weiteren Unternehmen, vor allem KMU, große Bedeutung erlangt. Die "nichtfinanzielle Berichterstattung" stellt eine besondere Form der Nachhaltigkeitsberichterstattung dar, die eine integrierte Betrachtung von ökonomischer, ökologischer und sozialer Leistung eines Unternehmens fordert. Sie soll Angaben zu Umwelt-, Sozial- und Arbeitnehmerbelangen, zur Achtung der Menschenrechte und zur Korruptionsbekämpfung beinhalten. Damit stehen die berichtspflichtigen Unternehmen seit einigen Jahren vor erheblichen Herausforderungen.

Lectures 4 Future ist eine Kooperation von


Mit freundlicher Unterstützung durch die Abteilung E-Learning & Neue Medien der Veterinärmedizinischen Universität Wien